Viele Menschen verbringen einen großen Teil ihres Arbeitstages in geschlossenen Schuhen. Gerade im Büro können sich die Füße nach mehreren Stunden warm oder feucht anfühlen – insbesondere im Sommer, bei wenig atmungsaktivem Schuhwerk oder wenn man generell stärker an den Füßen schwitzt. Eine mögliche Ergänzung im Alltag sind Zimtsohlen.
Doch sind Zimtsohlen im Büro tatsächlich sinnvoll? Als komfortable Schuheinlage können sie durchaus interessant sein. Entscheidend sind jedoch die persönlichen Vorlieben, das Schuhwerk und die Erwartungen an die Einlagen. Eine medizinische Wirkung oder eine nachgewiesene Verringerung der Schweißproduktion sollte man von ihnen nicht erwarten.
Warum können sich Füße im Büro unangenehm anfühlen?
Ein klassischer Bürotag bedeutet häufig acht Stunden oder länger in denselben Schuhen. Pumps, Business-Schuhe, Sneaker und andere geschlossene Modelle lassen je nach Material unterschiedlich viel Luft an den Fuß.
Schwitzen ist dabei zunächst eine normale Körperfunktion. Problematisch wird es vor allem dann, wenn sich Feuchtigkeit über längere Zeit im Schuh sammelt. Auch Fußgeruch steht häufig im Zusammenhang mit Schweiß und Bakterien. Der britische National Health Service empfiehlt deshalb unter anderem atmungsaktives Schuhwerk und ausreichend Zeit zum Trocknen der Schuhe. (nhs.uk)
Gerade an langen Arbeitstagen kann es daher sinnvoll sein, stärker auf das Klima im Schuh zu achten.
Was bringen Zimtsohlen im Büro?
Zimtsohlen werden wie gewöhnliche Einlegesohlen in den Schuh gelegt und können dadurch unkompliziert in den Arbeitsalltag integriert werden. Besonders praktisch ist, dass dafür normalerweise kein spezielles Schuhwerk benötigt wird – vorausgesetzt, im Schuh ist genügend Platz für die zusätzliche Einlage vorhanden.
Für den Einsatz im Büro können vor allem drei Eigenschaften interessant sein:
1. Ein angenehmeres Gefühl im Schuh
Einlegesohlen bilden eine zusätzliche Schicht zwischen Fuß beziehungsweise Socke und Schuh. Je nach Material können Einlagen Feuchtigkeit aufnehmen und dadurch dazu beitragen, dass sich der Schuh angenehmer anfühlt. Auch die American Academy of Dermatology weist darauf hin, dass absorbierende Einlegesohlen bei schwitzenden Füßen für mehr Komfort sorgen können. (AAD)
Das bedeutet allerdings nicht, dass Zimtsohlen die Schweißdrüsen beeinflussen oder dafür sorgen, dass die Füße tatsächlich weniger Schweiß produzieren.
2. Charakteristischer Zimtduft
Ein wesentliches Merkmal von Zimtsohlen ist ihr typischer Duft. Besonders bei Schuhen, die über viele Stunden getragen werden, empfinden manche Nutzer diesen als angenehm.
Dabei sollte zwischen Duft und medizinischer Wirkung unterschieden werden: Ein angenehmer Geruch bedeutet nicht automatisch, dass eine Einlage antibakteriell wirkt oder Fußgeruch medizinisch behandelt.
Wer Zimteinlagen im Arbeitsalltag ausprobieren möchte, findet hier verschiedene Zimtsohlen für unterschiedliche Schuhe.
3. Einfacher Wechsel zwischen Büro- und Freizeitschuhen
Ein Vorteil herausnehmbarer Einlegesohlen besteht darin, dass sie unkompliziert gewechselt werden können. Wer beispielsweise ein Paar Schuhe ausschließlich im Büro trägt, kann dafür eigene Einlagen verwenden.
Sind Zimtsohlen besonders bei langen Bürotagen sinnvoll?
Gerade bei langen Tragezeiten können Einlagen interessant sein. Medizinische Fachquellen empfehlen bei stärker schwitzenden Füßen unter anderem, die Füße möglichst trocken zu halten, feuchtigkeitsableitende Socken zu verwenden und absorbierende Einlegesohlen einzusetzen. (Mayo Clinic)
Zimtsohlen können in diesem Zusammenhang als normale Schuheinlage betrachtet werden. Wie angenehm sie empfunden werden, hängt allerdings stark vom jeweiligen Schuh und vom persönlichen Fußgefühl ab.
Wer ohnehin sehr eng sitzende Business-Schuhe trägt, sollte darauf achten, dass die zusätzliche Einlage den Schuh nicht zu eng macht. Zu wenig Platz kann den Tragekomfort eher verschlechtern.
Was ist bei Zimtsohlen im Büro zu beachten?
Damit Zimtsohlen im Arbeitsalltag sinnvoll eingesetzt werden können, lohnt es sich, einige praktische Punkte zu berücksichtigen.
Schuhe regelmäßig trocknen lassen
Wer jeden Tag dasselbe Paar Schuhe trägt, gibt ihm häufig nicht genügend Zeit zum vollständigen Trocknen. Die American Academy of Dermatology empfiehlt bei schwitzenden Füßen deshalb, Schuhe regelmäßig zu wechseln und möglichst nicht an zwei aufeinanderfolgenden Tagen dasselbe Paar zu tragen. (AAD)
Das gilt natürlich auch beim Einsatz von Zimtsohlen.
Einlagen ebenfalls auslüften
Nach einem langen Arbeitstag kann es sinnvoll sein, herausnehmbare Einlagen aus dem Schuh zu nehmen und separat trocknen beziehungsweise auslüften zu lassen.
Gerade bei Menschen, die stärker an den Füßen schwitzen, ist dies eine einfache Möglichkeit, Feuchtigkeit nicht unnötig lange im Schuh zu halten.
Die richtigen Socken wählen
Auch die beste Einlegesohle kann ungeeignete Socken nicht vollständig ausgleichen. Feuchtigkeitsableitende Socken können dabei helfen, Feuchtigkeit von der Haut wegzutransportieren. Sowohl Mayo Clinic als auch die American Academy of Dermatology empfehlen bei schwitzenden Füßen entsprechende Materialien. (Mayo Clinic)
Auf ausreichenden Platz achten
Die Einlegesohle sollte den Schuh nicht unangenehm eng machen. Besonders bei schmalen Lederschuhen, Pumps oder eng geschnittenen Sneakern lohnt es sich deshalb, vor dem regelmäßigen Einsatz zu prüfen, ob der Fuß weiterhin ausreichend Platz hat.
Zimtsohlen im Homeoffice
Auch im Homeoffice können Zimtprodukte interessant sein – allerdings aus einem anderen Grund. Wer zu Hause keine geschlossenen Business-Schuhe tragen muss, kann die Füße häufiger an die Luft lassen.
Aus dermatologischer Sicht ist das durchaus sinnvoll: Bei schwitzenden Füßen wird empfohlen, Schuhe gelegentlich auszuziehen und luftiges Schuhwerk zu bevorzugen. (AAD)
Wer zu Hause trotzdem gerne etwas an den Füßen trägt, kann beispielsweise Zimtlatschen für Zuhause entdecken. Sie stellen eine offenere Alternative zu geschlossenen Schuhen dar.
Für wen können Zimtsohlen im Büro interessant sein?
Besonders interessant können Zimtsohlen für Büroangestellte sein, die ihre Schuhe über viele Stunden tragen, den typischen Zimtduft mögen und eine zusätzliche Einlage ausprobieren möchten.
Sie können beispielsweise sinnvoll sein, wenn:
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die Schuhe täglich über viele Stunden getragen werden,
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man den charakteristischen Zimtduft angenehm findet,
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eine herausnehmbare Einlage gewünscht ist,
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im Schuh ausreichend Platz für eine zusätzliche Sohle vorhanden ist,
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Wert auf ein angenehmes Fuß- und Schuhklima gelegt wird.
Weniger geeignet können sie sein, wenn Schuhe ohnehin sehr eng sitzen oder der Zimtduft persönlich als störend empfunden wird.
Zimtsohlen im Büro: eine praktische Ergänzung
Für den Büroalltag können Zimtsohlen durchaus eine interessante Ergänzung sein. Sie lassen sich unkompliziert in viele geschlossene Schuhe einlegen und verbinden die Funktion einer Einlegesohle mit dem charakteristischen Zimtduft.
Wichtig ist eine realistische Erwartung: Zimtsohlen sind kein medizinisches Mittel gegen Schweißfüße und es ist nicht belegt, dass sie die Schweißproduktion reduzieren. Für ein angenehmes Fußklima sind zusätzlich atmungsaktive Schuhe, geeignete Socken, regelmäßiges Lüften und der Wechsel zwischen verschiedenen Schuhpaaren wichtig.
Wer im Büro häufig unter stark durchnässten Socken oder außergewöhnlich starkem Fußschweiß leidet, sollte dies gegebenenfalls medizinisch abklären lassen. Übermäßiges Schwitzen kann als Hyperhidrose auftreten und lässt sich bei Bedarf gezielt behandeln. (nhs.uk)
Disclaimer
Dieser Artikel dient ausschließlich zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung dar. Bei anhaltenden oder schwerwiegenden Symptomen von Schweißfüßen, insbesondere wenn sie mit anderen gesundheitlichen Problemen verbunden sind, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.